Aktionswoche „Raus aus der Gaskostenfalle“

BremenZero beteiligt sich an der Aktionswoche „Raus aus der Gaskostenfalle“ vom 23. bis 29. März 2026. In dieser Woche finden in ganz Deutschland zahlreiche Veranstaltungen statt, um auf die steigenden Gaspreise hinzuweisen und Alternativen aufzuzeigen.

Die Aktionswoche ist Teil einer bundesweiten Initiative von GermanZero & LocalZero und wird unterstützt von vielen Aktiven im For Future-Bündnis. Gemeinsam stärken wir den Verbraucher:innenschutz: Die Gaskostenfalle wird richtig teuer, aber es gibt Auswege. Wir gehen #WegVomGas und hin zu bezahlbarer Wärme.

Teil der Aktionswoche in Bremen ist unsere Informations- und Diskussionsveranstaltung am 25. März 2026:

Sicherer Gasausstieg – Gaskostenfalle vermeiden!

Ab 2045 dürfen in Deutschland keine fossilen Brennstoffe wie Öl und Erdgas mehr eingesetzt werden. Bremen will bereits 2038 klimaneutral sein. Ende Februar hat die Bundesregierung jedoch neue Gesetze zur künftigen Wärmeversorgung angekündigt, die auch in Zukunft Gas- und Öl-Heizungen erlauben. Durch diese neuen Vorgaben drohen Kostenfallen: Wer heute in eine Gasheizung investiert, könnte morgen ohne Gasnetz dastehen. Und wer am Netz bleibt, zahlt immer mehr, je mehr Haushalte abspringen.

In der Informations- und Diskussionsveranstaltung soll aufgezeigt werden, welche Auswirkungen die neuen Regelungen für die Wärmewende haben. Außerdem wird erläutert, wie das Heizen mit Erdgas für Verbraucher und Verbraucherinnen zu einer Kostenfalle wird. Betroffen sind sowohl Eigenheimbesitzer:innen, Wohnungsgesellschaften sowie Privatvermieter:innen und insbesondere Mietende, die von den Entscheidungen ihrer Vermieter:innen abhängig sind.

Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Bürgerinnen und Bürger Bremens, die wissen möchten, worauf sie bei ihrer künftigen Wärmeversorgung achten sollten. Wir werden aber auch Politiker:innen einladen, die zu den aktuellen Planungen und Entwicklungen Stellung nehmen sollen.

In zwei einleitenden Vorträgen werden diese Aspekte aufgegriffen: Prof. Winfried Osthorst von der Hochschule Bremen stellt dar, wie die neuen Regelungen den klimaneutralen Umbau der Wärmeversorgung abbremsen.  Dr. Martin Palovic vom Fraunhofer IFAM stellt eine aktuelle Studie vor, die die drohenden dramatischen Kostensteigerungen durch die Netzentgelte erläutert.

In der anschließenden Diskussion werden dann Fragen und Stellungnahmen aus dem Publikum besprochen.

Termin: 25. März 2026, 18 – 20 Uhr
Ort: Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4/5, 28195 Bremen, Olbers-Saal | OG
Veranstalter: Hochschule Bremen und BremenZero

Referenten und Vorträge:

  • Prof. Dr. Winfried Osthorst (Hochschule Bremen):
    Gasausstieg und Wärmewende: Herausforderungen für Bremens Klimaschutzstrategie
  • Dr. Martin Palovic (Fraunhofer IFAM):
    Steigende Gaskosten – Warum Sie jetzt mit Ihrem Versorger sprechen sollten

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Was ist die Gaskostenfalle?

Die „Gaskostenfalle“ beschreibt eine Entwicklung, bei der die Gaspreise für Verbraucher:innen
immer weiter steigen, insbesondere durch stark wachsende Gasnetzentgelte. Davon betroffen
sind vor allem Haushalte, die nicht auf Wärmepumpen oder Wärmenetze umsteigen können –
z. B. wegen finanzieller Einschränkungen oder ihres Mietverhältnisses.

Zusammensetzung des Gaspreises

Der Gaspreis ergibt sich aus Netzentgelten (21%), aus der Beschaffung und dem Vertrieb des Gases (47%) sowie Steuern, Abgaben und Umlagen (32%, BDEW, 2026).

Faktoren der Gaspreisentwicklung

  • steigende Kosten durch höhere CO₂-Preise (derzeit bei 55 €/Tonne, Steigerungen auf bis zu 300 €/Tonne denkbar)
  • Preisschwankungen und Importabhängigkeit von Erdgas und LNG
  • steigende Netzentgelte (ca. +10% für 2026 gegenüber 2025, regional z.T. stärkere Preissteigerung) (ZfK 2025).

Die Gaskostenfalle

Jedes Gasverteilnetz hat Fixkosten, welche unabhängig von der Anzahl der Nutzer:innen und der transportierten Gasmenge bestehen. Steigen Verbraucher:innen aus dem Gasnetz aus, etwa weil sie von Erdgas zu Wärmenetzen und Wärmepumpen wechseln, steigen diese Kosten für die verbleibenden Gaskund:innen.
Diese Dynamik schafft eine sich selbst beschleunigende und verstärkende Entwicklung: Höhere Gasnetzentgelte führen dazu, dass weitere Haushalte auf Wärmepumpen umsteigen. Steigende Kosten erhöhen für die verbleibenden Kund:innen wiederum den Anreiz, ebenfalls auf klimafreundlichere und preisgünstigere Alternativen zu wechseln.

Letztlich werden diejenigen Verbraucher:innen, die sich gegen eine Umstellung entscheiden oder bspw. aus finanziellen Gründen nicht für die Umstellung entscheiden können, mit immer höheren Kosten konfrontiert. Dieser Rückkopplungseffekt wird als Gaskostenfalle bezeichnet.

Was sind Netzentgelte?

Netzentgelte sind staatlich regulierte Gebühren, die Netznutzer:innen für den Transport und die Verteilung von Gas über die Netzinfrastruktur zahlen. Sie werden vom regionalen Gasnetzbetreiber erhoben und dienen der Finanzierung, dem Betrieb, der Wartung sowie dem Ausbau der Gasnetze. Gasnetzbetreiber refinanzieren
infrastrukturelle Investitionen in die Gasnetze über Jahrzehnte. Diese Kosten werden an die Verbraucher:innen als Gasnetzentgelte weitergereicht. Netzbetreiber und die Bildung der Netzentgelte werden von der Bundesnetzagentur streng reguliert und es gibt festgesetzte Erlösobergrenzen (BNetzA 2025).

Weitere Infos:

Wege aus der Gaskostenfalle

BremenZero bei den Bremer Altbautagen: Wärme für Alle!

BremenZero beteiligt sich an den Bremer Altbautagen vom 16. bis 18. Januar 2026 mit einem eigenen Stand. Die Bremer Altbautage werden jedes Jahr von der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens von Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr in Halle 7 des Messegeländes auf der Bürgerweide veranstaltet. Parallel dazu findet die hanseBAU in den Hallen 5 und 6 statt.

BremenZero ist zum ersten Mal bei den Altbautagen vertreten. Wir zeigen dort die mit Studierenden der Hochschule Bremen entwickelte Ausstellung „Wärme für Alle – Die Bremer Wärmewende sozial gerecht gestalten!” Dort werden der aktuelle Bremer Wärmeplanentwurf sowie die Hintergründe zur Wärmewende in Bremen dargestellt und kritisch gewürdigt. Auch Informationen zum Bremer Wärmebündnis und dessen kritische Stellungnahme zum Wärmeplanentwurf sind dort zu erhalten.

Du findest uns vom 16. bis 18. Januar von 10 bis 18 Uhr in Halle 7 am Stand 7D10.

Die Bremer Altbautage lohnen sich für Alle, die sich für die Wärmewende interessieren: Hersteller und Handwerksbetriebe zeigen praktische Umsetzungsmöglichkeiten – wir liefern den politischen Hintergrund.

Weitere Informationen

Bremer Altbautage: energiekonsens.de/veranstaltungen/bremer-altbautage

BremenZero: bremenzero.org, BremenZero-Monitoring

Wärme für Alle – Die Ausstellung im Internet: wfa.bremenzero.org

Stellungnahme des Bremer Wärmebündnis zum Bremer Wärmeplanentwurf: bremenzero.org/waermebuendnis/

Wärme für Alle – die Ausstellung

Drei Studierende aus dem Studiengang Interdisziplinäres Nachhaltigkeitsmanagement an der Hochschule Bremen haben in den letzten Wochen eine umfangreiche Plakatausstellung zum Thema Wärmewende in Bremen erstellt. Auf 15 großformatigen Plakaten sind viele Infos zu folgenden Themen zusammengestellt:

  • Wärmewende – was heißt das?
  • Was plant Bremen?
  • Was bedeutet die Wärmewende für mich?

Dabei werden viele Hinweise und Tipps gegeben, wie man sich als Mieter:in oder Eigentümer:in verhalten und weiter informieren kann.

Da die Plakate sehr umfangreiche Informationen enthalten, haben wir auf unserer Website die Informationen noch einmal zusammengestellt. Hier können Sie die Infos der Plakate in Ruhe einsehen!

Termine der Stadtteildiskussion

An den folgenden Terminen ist die Ausstellung im Rahmen von Stadtteildiskussionen zu sehen.

  • Di. 25. November 2025, 18:30–20:30 Uhr
    Gemeindezentrum der Martin-Luther-Gemeinde, Neukirchstraße 86, 28211 Bremen-Findorff
  • Fr. 16. bis So. 18. Januar, jeweils 10:00–18:00 Uhr
    Bremer Altbautage auf der hanseBAU 2026, MESSE BREMEN (weitere Informationen dazu: BremenZero bei den Bremer Altbautagen: Wärme für Alle!)
  • Mo. 9. Februar 2026, 18:30–20:30 Uhr
    Stadtbliothek Gröpelingen, Gröpelinger Bibliotheksplatz 1, 28237 Bremen-Gröpelingen (die Ausstellung kann außerdem vom 3. bis 12. Februar zu den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek besichtigt werden)
  • Sa. 14. Februar 2026, 15:00–17:00 Uhr
    Gemeindezentrum der Zionskirche, Kornstraße 31, 28201 Bremen-Neustadt

Weitere Ausstellungsorte in den Stadtteilen sind in Vorbereitung

Die Ausstellungselemente mit den Infotafeln von “Wärme für Alle” auf der Auftaktveranstaltung in Findorff

Stellungnahme des Bremer Wärmebündnis

Der offizielle Beteiligungsprozess für den Bremer Wärmeplanentwurf ist abgeschlossen. Laut einem Mitarbeiter des Wärmereferats waren bis zum 20.11. etwas 140 Stellungnahmen eingegangen, am Wochenende dürften noch ein paar dazugekommen sein. Eine Stellungnahme stammt von dem neuen Bremer Wärmebündnis, in dem sich extra für die Stellungnahme BremenZero mit zahlreichen anderen Bremer Klimaschutz- und andere Organisationen zusammen getan hat.

Hier können Sie die Stellungnahme herunterladen!

Grundsätzlich ist es gut, dass der Wärmeplanentwurf jetzt endlich vorliegt. Er sollte eigentlich schon bis Ende 2025 durch Deputation, Senat und Bürgerschaft gegangen verabschiedet sein. Das ist jetzt nicht mehr zu schaffen. Bis Juni 2026 muss der Wärmeplan aber fertig sein. Bis dahin wird es wohl noch einige Diskussionen geben.

Das Wärmebündnis hat neben einiger Kritik auch an den Berechnungsmethoden des Qoncept Instituts auch zahlreiche Vorschläge zur schnellen Umsetzung des Wärmeplans gemacht. Eine Idee dazu ist die Einrichtung eines Wärmebeirats. Der Wärmebeirat soll aus Vertreter:innen der wesentlichen Organisationen, die an der Wärmewende beteiligt sind, bestehen: Versorger, Handwerk, Energieberater, Verbraucherorganisationen, energiekonsens, Mieterverein, Hauseigentümerorganisation, Referat Wärmewende, evtl. Wohnungsbaugesellschaften, Wissenschaftler bzw. Sachverständige, KlimaControllingAusschuss, NGOs. Aufgabe des Wärmebeirats wäre zum einen, über Änderungen bei der Wärmewende zu beraten. Zum anderen sollen aber auch die Umsetzungsmaßnahmen registriert und ausgewertet werden, um schnell reagieren zu können, falls die Planungen nicht eingehalten werden können.

Zum Wärmeplanentwurf gehört auch eine Umsetzungsstrategie, die acht Handlungsfelder umfasst. Wichtige Handlungsfelder wie die Gasnetzstilllegung, Stromnetzausbau, Durchführung von Controllingmaßnahmen usw. fehlen völlig. Außerdem werden überhaupt keine tatsächlichen Umsetzungsmaßnahmen beschrieben, alle Maßnahmen sind Prüfungen, Planungen, Abstimmungen bis zur Fortschreibung des Wärmeplans 2028. Da muss im Diskussionsprozess, den das Wärmebündnis noch lange nicht als abgeschlossen betrachtet, von der Politik noch nachgeliefert werden.

In der Zusammenfassung begrüßt das Bremer Wärmebündnis, dass mit dem Entwurf der Wärmeplanung und der Umsetzungsstrategie für die Stadtgemeinde Bremen jetzt eine insgesamt gute umfassende Planungsgrundlage vorliegt. In seiner Stellungnahme benennt das Bündnis dazu vor allem folgende Aspekte und Handlungsbedarfe:

  • starke kontinuierliche Beteiligung der Fachöffentlichkeit und der Zivilgesellschaft auch im weiteren Prozess der Wärmeplanung
  • Aktualisierung der Datengrundlage, die zu einem erheblichen Teil auf dem Wärmeatlas aus dem Jahr 2015 basiert
  • klares Bekenntnis zum bremischen Ziel der Klimaneutralität bis 2038
  • weitestgehende Transformation der auf Verbrennung basierenden Wärmeversorgung in Richtung einer strombasierten Nutzung von Umweltwärme
  • kritische Überprüfung und Minimierung aller Versorgungstechniken, die mit der Freisetzung von CO2 verbunden sind, auch wenn diese auf nachwachsenden bzw. nicht-fossilen Brennstoffen basieren (z.B. Abfallverbrennung, Biomasse), keine Implementierung von Techniken zur CO2-Abscheidung
  • weitgehender Ausschluss von Wasserstoff und sogenannten grünen Gasen für die Wärmeversorgung von Gebäuden
  • Entwicklung von Wärmenetzen weg von Verbrennungsprozessen, Senkung der Vorlauftemperaturen, Nutzung verschiedener dezentraler Wärmequellen,
  • Erhöhung der Akteursvielfalt und Förderung von genossenschaftlichen Modellen bei Wärmeerzeugung und Wärmenetzen
  • Berücksichtigung von sozialer Gerechtigkeit bei der Wärmeplanung und bei Förderinstrumenten

Dem Bremer Wärmebündnis gehören folgende Organisationen an:

Architects 4 Future Ortsgruppe Bremen

attac Bremen

BremenZero

BUND Landesverband Bremen

DMB Mieterverein Bremen e.V.

ErdwärmeDich e.V.

ErdwärmeDich eG

Fridays for Future Bremen

Greenpeace Bremen

Klimazone Bremen-Findorff e.V.

Wärme für Alle!

BremenZero und die Hochschule Bremen werden in den nächsten Wochen und Monaten in den Bremer Stadtteilen mit Bremerinnen und Bremern über die Wärmewende in Bremen diskutieren.

Die erste Veranstaltung dazu findet bereits am 25. November ab 18 Uhr in Findorff im Gemeindezentrum der Martin-Luther-Gemeinde, Neukirchstraße 86 statt.

Wir von BremenZero finden es wichtig, dass nicht nur Politiker:innen oder Wissenschaftler:innen, Energieversorgungsunternehmen oder Klimaschutzorganisationen sich Gedanken über die künftige Wärmeversorgung machen, sondern alle, die davon betroffen sind, also: Alle!

Die Veranstaltung wird von drei Studierenden aus dem Studiengang Interdisziplinäres Nachhaltigkeitsmanagement der Hochschule Bremen vorbereitet und durchgeführt. Nach einem Infovortrag der Klimaschutzagentur energiekonsens haben die Besucher:innen im anschließenden Workshop-Teil die Möglichkeit, ihre persönlichen Perspektiven, Anregungen und Sorgen einzubringen und sich auszutauschen.

Zusätzlich können Sie sich vor oder nach der Diskussion eine informative Ausstellung zur Wärmewende in Bremen anschauen. Auf 15 Plakaten wird über alle Aspekte der Wärmewende informiert. Die Informationen können Sie sich auch hier – auch nach der Veranstaltung – ansehen!

Für die Teilnahme sind keine Anmeldung oder Vorkenntnisse erforderlich. Der Eintritt ist frei. Fragen zur Veranstaltung können vorab an info@bremenzero.org geschickt werden.

Mehr Informationen enthält unser Einladungs-Flyer.

Der Wärmeplanentwurf für die Stadt Bremen liegt vor

Bremer Wärmeplanentwurf
Über interaktive Karten kann die Einteilung in Wärmegebiete nachvollzogen werden.

Endlich – der Senat hat den Wärmeplanentwurf für die Stadt Bremen am 14. Oktober verabschiedet und veröffentlicht – mit ca. 10 Monaten Verspätung. Ursprünglich war es vorgesehen, dass der Entwurf schon Ende 2024 vorliegen und bis zum Sommer 2025 verabschiedet werden sollte. Immer wieder wurde der Termin für die Veröffentlichung vertagt – bis jetzt. Dabei spielt das Datum nur eine untergeordnete Rolle. Nach dem Wärmeplanungsgesetz muss der fertige Wärmeplan bis Juni 2026 verabschiedet sein.

Viel bedenklicher ist aber, dass der ganze Diskussionsprozess um die Entwicklung des Plans mehr oder weniger unter Ausschluss der Öffentlichkeit verlief. Und das ist schon unser erster großer Kritikpunkt: Bei einem solch wichtigen Vorgang wie der Wärmewende, wovon praktisch jede Bürgerin und jeder Bürger Bremens betroffen ist, sollte u. E. die Öffentlichkeit von vornherein in die Planung einbezogen und informiert werden. Andere Städte wie Hamburg oder Hannover haben es vorgemacht. Für den Beteiligungsprozess reicht ein Zeitraum von 30 oder 40 Tagen nicht aus. Aus diesem Grund werden wir von BremenZero in den nächsten Monaten versuchen, gemeinsam mit anderen Umweltschutzorganisationen die Diskussion um den Plan und vor allem die Umsetzung der darin aufgeführten Maßnahmen in Gang zu halten.

Der Wärmeplanentwurf umfasst mehrere Dokumente:

  • Der Entwurf des Wärmeplans, vorgelegt von der Qoncept Energy GmbH aus Kassel, die auch letztes Jahr schon das Fachgutachten erstellt hat, mit 245 Seiten das umfangreichste der Dokumente
  • Der Entwurf der Umsetzungsstrategie der Stadtgemeinde Bremen mit Maßnahmen in acht Handlungsfeldern
  • Interaktive Karten im Internet, aus denen man baublock-scharf die jetzigen und künftigen Wärmeversorgungsgebiete (Wärmenetze, dezentrale Wärmeversorgung, Prüfgebiete) ersehen kann
  • Ein Formular für Stellungnahmen im Internet, über das jede Bürgerin und jeder Bürger Frage stellen, Kritik üben oder Anregungen erteilen kann

Der öffentliche Beteiligungsprozess hat jetzt begonnen und ist bis zum 23. November befristet. Eine ausführliche Auseinandersetzung dem Entwurf ist uns jetzt noch nicht möglich. Wir haben uns mit anderen Organisationen wie BUND, Greenpeace, NABU, attac, ErdwärmeDich, architects4future und weiteren im Bremer Wärmebündnis zusammengetan, um eine detaillierte Stellungnahme zu den wichtigsten Punkten auszuarbeiten und dem Senat vorzulegen. Wir hoffen, damit die Diskussion und die Transparenz um die Wärmewende voranzubringen und den endgültigen Wärmeplan zu verbessern.
Dazu veranstalten wir zusammen mit der Hochschule Bremen auch eine Podiumsdiskussion mit Politiker:innen und Wissenschaftler:innen:

Podiumsdiskussion Wärme für Alle

Darüber hinaus planen wir in den nächsten Wochen und Monaten Informations- und Diskussionsveranstaltungen sowie Ausstellungen in den Bremer Stadtteilen, z. B. auch bei den Ortsbeiratssitzungen, über die wir beizeiten informieren werden.

Ganz egal, wie gut oder schlecht der jetzige Wärmeplanentwurf ist – wir sind entschlossen, die Wärmewende in Bremen voranzubringen!

Aktionsplan Klimaschutz 2.0 – Ist das Klimaziel 2038 noch erreichbar?

Klimaziele

Bremen will bis 2038 klimaneutral sein. Das bedeutet nach der Klimaschutzstrategie des Bremer Senats, dass der CO2-Ausstoß im Vergleich zu 1990 um 95 Prozent reduziert sein soll. Im Referenzjahr betrug der jährliche Ausstoß ca. 13,4 Millionen Tonnen CO2. Der Senat hat auch folgende Zwischenziele festgelegt:

Treibhausgas-Emissionen des Landes Bremen mit Ist-Daten von 2022
  • Bis zum Jahr 2023: Reduktion um 35 Prozent
  • Bis zum Jahr 2025: Reduktion um 41 Prozent
  • Bis zum Jahr 2027: Reduktion um 49 Prozent
  • Bis zum Jahr 2029: Reduktion um 57 Prozent

Im Moment lässt sich noch nicht feststellen, ob das Zwischenziel für 2023 erreicht wurde, da die Zahlen hierfür noch nicht vorliegen. Die zuletzt bekannte Menge CO2 betrug 2022 rund 10,3 Millionen Tonnen, siehe auch „Endlich wieder CO2-Bilanzen für Bremen?“. Wir können davon ausgehen, dass der Kohlestromausstieg 2024 erheblich dazu beiträgt, dass das Ziel für 2025 annähernd erreicht werden kann. Das ändert nichts daran, dass in Sektoren wie Wärme und Verkehr noch nicht viel erreicht wurde. Und die Entscheidung der Stahlwerke, die ungefähr die Hälfte der CO2-Emissionen in Bremen verursachen, gegen die Dekarbonisierung ist natürlich auch nicht hilfreich.

Vom Enquetebericht 2021 bis zum Aktionsplan Klimaschutz 2.0 2025

Die Klima-Enquetekommission hat in ihrem Abschlussbericht 2021 viele konkrete Maßnahmen in allen Sektoren vorgeschlagen. Diese waren meist mit Jahreszahlen und Zielwerten konkret definiert. Der Senat hat in seiner Klimaschutzstrategie noch vor den Wahlen 2023 daraus einen Klimaaktionsplan (KAP) mit insgesamt 542 Maßnahmen auf Landesebene und für die Städte Bremen und Bremerhaven ausgearbeitet. Zusätzlich wurden vier Handlungsschwerpunkte, sog. Fastlanes, festgelegt.

Ende 2023 wurde dieser Plan dann schon wieder durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Schuldenbremse konterkariert. Der Senat konnte die geplanten 2,5 Milliarden Euro für die Klimaschutzmaßnahmen nicht einsetzen.

Im Sommer 2024 wurde dann der Aktionsplan Klimaschutz mit 342 Maßnahmen im Internet veröffentlicht. Aber dieser Plan war schon bei der Veröffentlichung unrealistisch, weil die finanzielle Grundlage fehlte. So wurde auch versprochen, bis zum Herbst 2024 dann einen neuen Aktionsplan (KAP 2.0) vorzulegen, in denen die noch machbaren Maßnahmen gebündelt werden sollten.

Im Juli 2025 wurde dann der Aktionsplan Klimaschutz 2.0 veröffentlicht. Dieser enthält jetzt 245 Maßnahmen bzw. Projekte. Und auch dieser Plan ist evtl. auf Grund der Entscheidung der Stahlwerke schon wieder überarbeitungsbedürftig.

Aktionsplan Klimaschutz 2.0: Was ist übriggeblieben?

Die Reduzierung der Maßnahmenzahl ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass einige der ursprünglichen sehr ähnlichen Maßnahmen zusammengefasst wurden. Außerdem erscheint der gesamte Plan dadurch etwas besser strukturiert. Aber es sind auch viele Maßnahmen einfach weggefallen bzw. gestrichen worden, sicherlich auch auf Grund mangelnder Finanzierungsmöglichkeiten. Nur wenige Maßnahmen sind neu hinzugekommen.

Ein Vergleich mit den Vorschlägen der Enquetekommission ist daher nur schwer möglich. Auffällig ist aber, dass bei vielen Maßnahmen die konkreten (Zwischen-)Ziele der Kommission entfallen sind. So sind z. B. die Ziele, die Leistung von Windenergieanlagen bis 2038 auf 350–400 MW und von Photovoltaikanlagen auf 1000 MWp auszubauen, im Aktionsplan 2.0 für Bremen nicht mehr enthalten. Ein Monitoring im Sinne von Überwachung der Zieleinhaltung und evtl. Gegensteuerung ist so nicht mehr möglich.

Im Folgenden betrachten wir die Änderungen in den sechs Sektoren etwas detaillierter, wobei wir Maßnahmen für die Stadt Bremerhaven nicht einbeziehen.

Energie und Abfall

Von den ursprünglich 68 Maßnahmen auf Landes- oder Stadtebene sind im Aktionsplan 2.0 noch 17 übriggeblieben, wobei bereits 2024 zahlreiche Maßnahmen entfallen sind. So fehlen z. B. einige Maßnahmen für die Elektromobilität (z. B. S-HB-EA-005 oder S-HB-EA-012) sowie die Planung für Gasrückzugsgebiete (S-HB-EA-020).

Einige der Wasserstoffprojekte sind noch im Plan aufgeführt, auch wenn sie mittlerweile wegen der Entscheidung der Stahlwerke nicht mehr umgesetzt werden (z. B. L-EA-010 IPCEI, dort ist die Entscheidung der EWE, das Projekt nicht weiterzuführen, auch schon erwähnt). Andere Maßnahmen (L-EA-013 und L-EA-014) wurden bereits entfernt.

Rund 15% der Nettostromerzeugung im Land Bremen wurden 2024 durch Windkraftanlagen wie auf der Blocklanddeponie Bremen erzeugt, der Ausbau verharrt jedoch seit 2018 bei Hälfte der angestrebten Leistung.

Positiv finden wir, dass für Windkraft und Photovoltaik bis Ende dieses Jahres Konzepte erarbeitet werden, in denen die Potenziale quantifiziert werden sollen (Maßnahmen S-HB-EA-008 und S-HB-EA-009). Dies entspricht auch unserem Vorschlag zur Windenergie aus unserem Monitoring (vgl. Gesamtkonzept zum Windkraft-Ausbau). Auf Grund dieser Zahlen lassen sich dann hoffentlich die Umsetzungsmaßnahmen besser monitoren. Während es bei der Windkraft in den letzten Jahren praktisch keinen Ausbau gab, steigen die Zahlen im PV-Bereich mittlerweile erfreulich an (ca. 60 MWp Zuwachs pro Jahr), so dass hier das Zwischenziel der Enquetekommission (500 MW für 2030) vielleicht sogar annähernd erreicht werden kann.

Die kommunale Wärmeplanung (S-HB-EA-004) ist aktuell in Arbeit, der aktualisierte Zeitplan wird im Aktionsplan auch dargestellt. Positiv finden wir die explizite Erwähnung der kalten Nahwärme (Anergienetze), die hoffentlich auch im Wärmeplan-Entwurf entsprechend gewürdigt wird.

Eine einzige Maßnahme wurde im Sektor neu aufgenommen: S-HB-EA-046 (Errichtung von zwei Windkrafträdern für die JVA Bremen). Die dort gemachten Angaben zur Leistung (950.000 kW/p.a.) und zu den bereitgestellten Haushaltsmitteln sind allerdings nicht sehr erhellend.

Weiterhin fehlen aus unserer Sicht wichtige Maßnahmen wie zur Dekarbonisierung bestehender Fernwärmenetze oder zum Bezug von Ökostrom für alle kommunalen Liegenschaften.

Gebäude, Wohnen, Stadtentwicklung

Im Klimaaktionsplan 1.0 waren 96 Maßnahmen für das Land und die Stadt Bremen in dem Sektor Gebäude, Wohnen, Stadtentwicklung und Klimaanpassung angesetzt (die Maßnahmen für die Stadt Bremerhaven sind nicht eingerechnet). Davon sind im KAP 2.0 noch 40 Maßnahmen übrig geblieben. Die Handlungsfelder aus dem KAP 1.0 sind ebenfalls gekürzt worden, von den ehemals 22 Handlungsfeldern wurden nur 12 übernommen.

Was ist positiv zu vermerken?

Was positiv auffällt, sind die fünf neuen Maßnahmen im Handlungsfeld „Klimaanpassung, Begrünung und Naturschutz“. Dort werden ein paar der anderorts gestrichenen Maßnahmen gebündelt aufgenommen, z.B. Trinkbrunnen im öffentlichen Raum (S-HB-GWS-159).

Gerade im Sommer wird es immer wieder ein Thema: die Hitze. Mit der Maßnahme „Förderprogramm ‚Wärmeschutz im Wohngebäudebestand‘“ (L-GWS-063) werden Maßnahmen zur Verbesserung des baulichen Wärmeschutzes unterstützt. Die Förderbeträge sollen an die Kostenentwicklung angepasst und das Förderprogramm vereinfacht werden, um den Aufwand für die Antragsbearbeitung zu senken.

Was lässt Kritik und/oder Bedenken zu?

Die ehemals 7 Maßnahmen aus KAP 1.0 zu der energetischen Gebäudesanierung bei öffentlichen Gebäuden in der Stadt (S-HB-GWS-034 bis -040) wurden auf 2 Maßnahmen (S-HB-GWS-036 und -037) gekürzt. Nicht mehr im KAP sind damit energetische Gebäudesanierungen der Werkstatt Bremen (S-HB-GWS-034 und -040), der Geno (S-HB-GWS-035), von Sporthallen (S-HB-GWS-038) und Kliniken (S-HB-GWS-039). Die energetische Gebäudesanierung der Werkstatt Bremen ist allerdings als neue Maßnahme in den Bereich des Landes verschoben worden (L-GWS-097) – eine solche interne Verschiebung erleichtert das Monitoring natürlich ebenfalls nicht.

Mit den zwei Maßnahmen „Klima Bau Zentrum in Bremen und Bremerhaven errichten“ (L-GWS-095) und „Entwicklung eines neuen Arbeitsplatzkonzepts der SGFV“ (Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, L-GWS-092) wurden für das Land zwei neue Maßnahmen in den KAP 2.0 aufgenommen, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung schon in der Umsetzungsphase „abgeschlossen“ sind. Begrüßenswert ist selbstverständlich, dass zwei Maßnahmen im Zeitplan zu einem Abschluss gekommen sind/ kommen werden. Fraglich ist allerdings, weswegen in dem ohnehin so drastisch gekürzten Plan zwei nahezu abgeschlossene Maßnahmen neu in diesem Sektor aufgenommen wurden.

Die Frage nach der Finanzierung ist in Bremen nicht ungewöhnlich und so sind im KAP 2.0 auch Maßnahmen aufgeführt, deren Finanzierung sich sowohl für die Haushalte 2026 und 2027, aber auch schon für den Haushalt 2025 noch „in Klärung“ befindet. Beispiel: Die energetische Sanierung des Landesimmobilien (L-GWS-053) etwa ist 2023 angelaufen und für die ersten Projekte werden derzeit die Baupläne erstellt, allerdings führt die Schuldenbremse zu einer unwahrscheinlichen Zielerreichung dieser Maßnahme und für die Jahre 2025, 2026 und 2027 gibt es noch keine geklärte Haushaltsstelle zur finanziellen Absicherung.

Konsum und Ernährung

Auf der Landesebene sind im Sektor Konsum und Ernährung aus 32 Maßnahmen 12 geworden, allerdings sind etwas mehr als die Hälfte der weggefallen Einzelmaßnahmen in die noch verbleibenden integriert wurden, was auf jeden Fall die Übersichtlichkeit erhöht. Wie zu erwarten war: Wenn man die veranschlagten Finanzrahmen vergleicht, sind die im KAP 2.0 schon ausgedünnt. Also z. B. sind dann statt 3 nur noch eine Vollzeitstelle vorgesehen. Da die Maßnahmen auch teilweise inhaltlich ausgedünnt sind, braucht man dann ja aber auch nicht mehr so viel Personal. Schade erscheint vor allem, dass die Leuchtturmprojekte „Recycling am Bau“ (L-KE-201) und „Recycling im Straßenbau“ (L-KE-202) scheinbar komplett wegfallen und u. a. zwei Maßnahmen zur Lebensmittelverschwendung (L-KE-184 und L-KE-185).

Lebensmittel

Auf der Stadtebene werden die ursprünglich 8 Maßnahmen zu 2 zusammen gestrichen. Beim näheren Hinsehen ist aber festzustellen, dass einige Maßnahmen davon auf der Landesebene weiter bzw. wieder erwähnt werden. Was es damit auf sich hat und ob das sinnig ist, kann nicht eingeschätzt werden. Erschreckend erschien zunächst, dass die Installation von Trinkwasserspendern (S-HB-KE-084) weggefallen schien – diese Maßnahme taucht aber zumindest im Sektor Gebäude und Wohnen auf. Wegzufallen scheint aber die Maßnahme, die öffentliche Beschaffung klimafreundlich auszurichten (S-HB-KE-086).

Für Bremerhaven ist diese Maßnahme (S-BHV-KE-084) erstaunlicherweise erhalten erhalten geblieben. Insgesamt scheint in Bremerhaven im Sektor Konsum und Ernährung weniger gestrichen zu werden: Dort sind noch vier Maßnahmen erhalten geblieben, in Bremen nur 2!

Mobilität & Verkehr

Im Verkehrssektor zeigt sich der neue Aktionsplan Klimaschutz 2.0 als Mischung aus Fortschreibung zentraler Maßnahmen, struktureller Umorganisation und deutlicher Prioritätsverschiebung. Von den ursprünglich 40 Maßnahmen auf Landesebene wurden 11 erhalten, 5 neu hinzugefügt. Auf Stadtbremischer Ebene sind von ehemals 54 Maßnahmen 15 erhalten geblieben, 7 neu hinzugekommen. Dabei trug 2022 der Verkehrssektor mit 1,2 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr ca. 19% der Landes-Emissionen bei, was bis zum Zwischenziel 2030 halbiert werden soll.

Auf Landesebene wurde die wichtige Maßnahme L-MV-206 zum „Ausbau des Regio-S-Bahnnetzes“ beibehalten. Laut aktuellem Umsetzungsstand sind bereits Planungsverträge mit der Deutschen Bahn für zentrale Haltestellen unterzeichnet – ein konkreter Schritt hin zu besserer Nahverkehrsanbindung. Ebenso wird die „Umstellung der Landes- und Kommunalflotten auf alternative Antriebe“ unter der neuen Maßnahme L-MV-248 weiterverfolgt; ein Senatsbeschluss zur Umsetzung ist für Anfang 2026 angekündigt. Die Verantwortung für den Ausbau der Ladeinfrastruktur liegt nun bei den Stadtgemeinden Bremen bzw. Bremerhaven (S-HB-MV-105), womit auch frühere Einzelmaßnahmen in diesem Bereich zusammengeführt wurden.

Gleichzeitig wurden mehrere Maßnahmen mit hohem Transformationspotenzial gestrichen oder verschoben. Die geplante „Erweiterung von Park-&-Ride-Angeboten“ (L-MV-221) wird nun nur noch auf kommunaler Ebene mit niedriger Priorität weitergeführt. Ambitionierte Konzepte zur Förderung von E-Pkw bis 2029 (S-HB-MV-125 bis MV-133), etwa durch Parkgebühren nach Antriebsart oder durch betriebliches Mobilitätsmanagement, sind weitgehend entfallen oder wurden in reduzierter Form an die Verbraucherzentrale übergeben.

Die mit den Warming Stripes beklebte Klimabahn der BSAG an der Domsheide Bremen
Straßenbahnen und Busse der BSAG sollen über die Angebotsoffensive mit Taktverdichtung, neuen Linien, sowie Metro- und Quartiersbussen einen attraktiveren öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) schaffen, um den Umstieg von PKW auf ÖPNV zu fördern.

In der Stadt Bremen wurden die Maßnahmen neu strukturiert, wobei zentrale Projekte erhalten blieben. Dazu zählen die „Angebotsoffensive der BSAG“ (S-HB-MV-093), der „Straßenbahnnetzausbau“ (S-HB-MV-094) sowie die „Beschaffung von Elektrobussen“ (S-HB-MV-091). Auch die Maßnahme „Stadt-Regionales Verkehrskonzept – Bus“ mit dem Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN, S-HB-MV-096) ist weiterhin vorhanden. Gestrichen wurden hingegen spezifische Vorhaben wie die separate „Anschaffung neuer Straßenbahnen“ (S-HB-MV-095) oder die „verlängerte Abschreibung von Dieselbussen“ (S-HB-MV-112).

Statt der ursprünglich geplanten Maßnahme „ÖPNV-Tarifmaßnahmen“ (S-HB-MV-120), insbesondere mit einem ticketlosen Modell, soll mit S-HB-MV-147 das VBN-Kulturticket eingeführt werden.

Neu eingeführt wurde S-HB-MV-149 als Sammelprojekt zur „Erhöhung der Aufenthaltsqualität in Quartieren“. Darin werden verschiedene laufende, bislang oft unkonkret gehaltene Initiativen gebündelt, etwa zur Verbesserung von Fuß- und Radverkehr, zur Förderung von Car-Sharing-Angeboten sowie von Bike- und Lastenrad-Sharing. Auch wenn die Maßnahme bisher eher vage formuliert ist, zeigt sie einen wichtigen Ansatzpunkt für die notwendige Transformation des städtischen Verkehrsraums.

Doch bezeichnend für die geringe Priorisierung des Verkehrssektors im Klimaschutz ist ein anderer Punkt: Die Maßnahme S-HB-MV-145, mit der alle zukünftigen Straßeninfrastrukturprojekte einer Klimaprüfung unterzogen werden sollten, wurde vollständig gestrichen. Damit fehlt nun eine systematische Verankerung klimarelevanter Bewertung bei Neubauten im Verkehrsbereich – ein klarer Rückschritt, der den strategischen Anspruch des Aktionsplans konterkariert.

Zusammenfassungen zu den Sektoren Industrie, Wirtschaft & Häfen sowie zu Klimabildung & Wissenschaft folgen.

BremenZero bei der Breminale am 13. Juli

Ihr könnt BremenZero auch bei der Breminale am Sonntag, den 13. Juli beim Supermarkt am Osterdeich besuchen.

Es gibt wieder unterhaltsamen Mitmachaktionen und Infos:

  • Spielt mit uns die Klima-Challenge in 3 Spiel-Varianten: „Sortier das Klima“, „Bürgermeister-Challenge“ und „Klima-Champion“
  • Kinder-Aktion mit Postkarten zum Ausmalen der Klimaschutzmusikanten
  • Info-Flyer zu BremenZero: Wer sind wir und was machen wir eigentlich?
  • Info-Mappe und anderes Material zu unserem Monitoring des Bremer KlimaAktionsPlans
  • Die Fortsetzungsgeschichte der Bremer Stadtmusikanten und warum sie sich in Die Klimaschutzmusikanten umbenannt haben
  • und vieles mehr …

Du findest uns am Sonntag, den 13. Juli von 12 bis 17 Uhr am Osterdeich auf dem Supermarkt (Flohmarkt) in der Nähe vom Kunsttunnel.

Mehr zum Supermarkt findest du hier.

Face The Climate – BremenZero ist dabei!

Die Deutsche Klimastiftung veranstaltet am Samstag, den 21. Juni 2025 von 12 bis 22 Uhr das Face The Climate Festival im „Irgendwo“ am Bremer Flughafen.

Klimagerechtigkeit bedeutet, den Klimawandel nicht isoliert zu betrachten, sondern untrennbar mit sozialer Gerechtigkeit und Menschenrechten zu verknüpfen. Denn jeder Mensch hat das Recht auf ein gutes Leben, unabhängig von Herkunft, Wohnort oder sozialem Status. Gleichzeitig stellt uns die Klimakrise vor die Herausforderung, ihre Folgen fair zu verteilen, sowohl zwischen Ländern als auch innerhalb unserer Gesellschaft. Unser Festival schafft Raum für Begegnung, Austausch und Perspektiven. Es zeigt: Klimagerechtigkeit hat viele Gesichter. Ob jung oder alt, aus Bremen oder von anderswo, wir alle teilen diesen Planeten und tragen Verantwortung für ihn.

Am 21. Juni heißt es deshalb: Let’s face the climate! Freut euch auf ein buntes, familienfreundliches Programm – mit Workshops, Musik, VR-Erlebnis, Ausstellungen, Klanginstallation, spannendem Podium und kulinarischen Highlights.

Auch BremenZero ist dabei, u. a. mit folgenden unterhaltsamen Mitmachaktionen und Infos:

  • Spielt mit uns die Klima-Challenge in 3 Spiel-Varianten: „Sortier das Klima“, „Bürgermeister-Challenge“ und „Klima-Champion“
  • Kinder-Aktion mit Postkarten zum Ausmalen der Klimaschutzmusikanten
  • Info-Flyer zu BremenZero: Wer sind wir und was machen wir eigentlich?
  • Info-Mappe und anderes Material zu unserem Monitoring des Bremer KlimaAktionsPlans
  • Die Fortsetzungsgeschichte der Bremer Stadtmusikanten und warum sie sich in Die Klimaschutzmusikanten umbenannt haben
  • und vieles mehr …

Du findest uns am 21. Juni vorn am Eingang des „Irgendwo“, Amelie-Beese-Straße 6, 28199 Bremen (in der Nähe des Flughafens) und erkennst uns an den Klimaschutzmusikanten.

Mehr zum Face The Climate Festival findest du hier.

BremenZero bei den SummerSounds 2025

BremenZero beteiligt sich dieses Jahr zum ersten Mal an den SummerSounds in der Bremer Neustadt. Das beliebte Musik- und Kulturfestival mit überregionaler Strahlkraft erfreut vom 30.05. bis 01.06.2025 in den hügeligen grünen Neustadtswallanlagen zudem mit weiteren Highlights: ein kreativer Bonusmarkt und erstmalig ein Flohmarkt haben Premiere. Neu dabei ist auch „SummerArt“, eine Kunstausstellung junger Künstler*innen.

Darüber hinaus gibt es aber auch Informationen und Unterhaltung zu den Themen Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit. Daher werden auch wir uns präsentieren, u. a. mit folgenden unterhaltsamen Mitmachaktionen und Infos:

  • Spielt mit uns die Klima-Challenge in 3 Spiel-Varianten: „Sortier das Klima“, „Bürgermeister-Challenge“ und „Klima-Champion“
  • Kinder Aktion mit Postkarten zum Ausmalen der Klimaschutzmusikanten und einem Kinderplanschbecken mit Solarpanel
  • Challenge zur Erzeugung der höchsten Wasserfontäne – powered by SolidarStrom
  • Info-Flyer zu BremenZero: Wer sind wir und was machen wir eigentlich?
  • Info-Mappe und anderes Material zu unserem Monitoring des Bremer KlimaAktionsPlans
  • Die Fortsetzungsgeschichte der Bremer Stadtmusikanten und warum sie sich in Die Klimaschutzmusikanten umbenannt haben
  • und vieles mehr …

Ihr findet uns am Samstag, den 31. Mai und am Sonntag, den 1. Juni von 11 bis 17 Uhr von der Neustadtscontrescarpe aus vor der Kinderwiese und erkennt uns an den Klimaschutzmusikanten.

Mehr zum SummerSounds-Festival findet ihr hier.

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