Wärme für Alle – die Ausstellung

Drei Studierende aus dem Studiengang Interdisziplinäres Nachhaltigkeitsmanagement an der Hochschule Bremen haben in den letzten Wochen eine umfangreiche Plakatausstellung zum Thema Wärmewende in Bremen erstellt. Auf 15 großformatigen Plakaten sind viele Infos zu folgenden Themen zusammengestellt:

  • Wärmewende – was heißt das?
  • Was plant Bremen?
  • Was bedeutet die Wärmewende für mich?

Dabei werden viele Hinweise und Tipps gegeben, wie man sich als Mieter:in oder Eigentümer:in verhalten und weiter informieren kann.

Da die Plakate sehr umfangreiche Informationen enthalten, haben wir auf unserer Website die Informationen noch einmal zusammengestellt. Hier können Sie die Infos der Plakate in Ruhe einsehen!

Die Ausstellungselemente mit den Infotafeln von “Wärme für Alle” auf der Auftaktveranstaltung in Findorff

Stellungnahme des Bremer Wärmebündnis

Der offizielle Beteiligungsprozess für den Bremer Wärmeplanentwurf ist abgeschlossen. Laut einem Mitarbeiter des Wärmereferats waren bis zum 20.11. etwas 140 Stellungnahmen eingegangen, am Wochenende dürften noch ein paar dazugekommen sein. Eine Stellungnahme stammt von dem neuen Bremer Wärmebündnis, in dem sich extra für die Stellungnahme BremenZero mit zahlreichen anderen Bremer Klimaschutz- und andere Organisationen zusammen getan hat.

Hier können Sie die Stellungnahme herunterladen!

Grundsätzlich ist es gut, dass der Wärmeplanentwurf jetzt endlich vorliegt. Er sollte eigentlich schon bis Ende 2025 durch Deputation, Senat und Bürgerschaft gegangen verabschiedet sein. Das ist jetzt nicht mehr zu schaffen. Bis Juni 2026 muss der Wärmeplan aber fertig sein. Bis dahin wird es wohl noch einige Diskussionen geben.

Das Wärmebündnis hat neben einiger Kritik auch an den Berechnungsmethoden des Qoncept Instituts auch zahlreiche Vorschläge zur schnellen Umsetzung des Wärmeplans gemacht. Eine Idee dazu ist die Einrichtung eines Wärmebeirats. Der Wärmebeirat soll aus Vertreter:innen der wesentlichen Organisationen, die an der Wärmewende beteiligt sind, bestehen: Versorger, Handwerk, Energieberater, Verbraucherorganisationen, energiekonsens, Mieterverein, Hauseigentümerorganisation, Referat Wärmewende, evtl. Wohnungsbaugesellschaften, Wissenschaftler bzw. Sachverständige, KlimaControllingAusschuss, NGOs. Aufgabe des Wärmebeirats wäre zum einen, über Änderungen bei der Wärmewende zu beraten. Zum anderen sollen aber auch die Umsetzungsmaßnahmen registriert und ausgewertet werden, um schnell reagieren zu können, falls die Planungen nicht eingehalten werden können.

Zum Wärmeplanentwurf gehört auch eine Umsetzungsstrategie, die acht Handlungsfelder umfasst. Wichtige Handlungsfelder wie die Gasnetzstilllegung, Stromnetzausbau, Durchführung von Controllingmaßnahmen usw. fehlen völlig. Außerdem werden überhaupt keine tatsächlichen Umsetzungsmaßnahmen beschrieben, alle Maßnahmen sind Prüfungen, Planungen, Abstimmungen bis zur Fortschreibung des Wärmeplans 2028. Da muss im Diskussionsprozess, den das Wärmebündnis noch lange nicht als abgeschlossen betrachtet, von der Politik noch nachgeliefert werden.

In der Zusammenfassung begrüßt das Bremer Wärmebündnis, dass mit dem Entwurf der Wärmeplanung und der Umsetzungsstrategie für die Stadtgemeinde Bremen jetzt eine insgesamt gute umfassende Planungsgrundlage vorliegt. In seiner Stellungnahme benennt das Bündnis dazu vor allem folgende Aspekte und Handlungsbedarfe:

  • starke kontinuierliche Beteiligung der Fachöffentlichkeit und der Zivilgesellschaft auch im weiteren Prozess der Wärmeplanung
  • Aktualisierung der Datengrundlage, die zu einem erheblichen Teil auf dem Wärmeatlas aus dem Jahr 2015 basiert
  • klares Bekenntnis zum bremischen Ziel der Klimaneutralität bis 2038
  • weitestgehende Transformation der auf Verbrennung basierenden Wärmeversorgung in Richtung einer strombasierten Nutzung von Umweltwärme
  • kritische Überprüfung und Minimierung aller Versorgungstechniken, die mit der Freisetzung von CO2 verbunden sind, auch wenn diese auf nachwachsenden bzw. nicht-fossilen Brennstoffen basieren (z.B. Abfallverbrennung, Biomasse), keine Implementierung von Techniken zur CO2-Abscheidung
  • weitgehender Ausschluss von Wasserstoff und sogenannten grünen Gasen für die Wärmeversorgung von Gebäuden
  • Entwicklung von Wärmenetzen weg von Verbrennungsprozessen, Senkung der Vorlauftemperaturen, Nutzung verschiedener dezentraler Wärmequellen,
  • Erhöhung der Akteursvielfalt und Förderung von genossenschaftlichen Modellen bei Wärmeerzeugung und Wärmenetzen
  • Berücksichtigung von sozialer Gerechtigkeit bei der Wärmeplanung und bei Förderinstrumenten

Dem Bremer Wärmebündnis gehören folgende Organisationen an:

Architects 4 Future Ortsgruppe Bremen

attac Bremen

BremenZero

BUND Landesverband Bremen

DMB Mieterverein Bremen e.V.

ErdwärmeDich e.V.

ErdwärmeDich eG

Fridays for Future Bremen

Greenpeace Bremen

Klimazone Bremen-Findorff e.V.

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